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Whatsapp als Marketinginstrument für Kultureinrichtungen

Wollen Kultureinrichtungen wie Museen, Theaterhäuser oder Konzerthäuser heutzutage neue und alte Besucher erreichen, müssen sie sich etwas einfallen lassen. Denn über die bestehenden Kanäle wie die eigene Facebook-Seite oder Homepage werden die Besucher immer weniger angesprochen. Zudem kommt hinzu, dass die persönliche und somit auch individuelle Kommunikation zwischen der Kultureinrichtung und dem Besucher zunehmend wichtiger wird. Der Besucher wird immer anspruchsvoller und erwartet eine maßgeschneiderte Kommunikation. Die Lösung für dieses Dilemma könnte neben dem Facebook Messenger auch die Nutzung von Whatsapp sein, um den Besucher direkt zu erreichen.

Warum kommt Whatsapp überhaupt infrage?
Laut unterschiedlichen Studien nutzen mehr als 80 % der Deutschen den Messenger-Dienst Whatsapp. Bei der Altersgruppe zwischen 14 – 19 Jahren sind es sogar mehr als jeder Zehnte. Whatsapp ist also auf fast allen Geräten installiert und wird mehr oder weniger oft stark genutzt. Die erste Hürde wäre bei der Wahl also schon mal überwunden: Whatsapp hat fast jeder und somit könnte auch fast jeder direkt erreicht werden.

Festgehalten werden kann: Whatsapp eignet sich hervorragend als Instrument. Doch was nützt das beste Instrument, wenn man es nicht bedienen kann? Wie nutzt man diesen Messenger nun für das eigene Marketing?

Und wie nutze ich Whatsapp für mein Haus?
So könnten mögliche Szenarien aussehen:

• Ein Theaterhaus könnte diesen Dienst nutzen, um u. a. Premieren vorzustellen, oder Rabatte für Vorstellungen anzubieten. Spannend wäre auch, in der Woche jeden Tag einen anderen Themenschwerpunkt zu setzen.

• Ein Museum könnte eine neue Ausstellung von der Planung bis zum Premieren-Tag mittels Whatsapp begleiten. Spannend wäre auch, die Künstler eine „Story“ erzählen zu lassen.

Was heißt das konkret?

  • Informationen
    News über neue Ausstellungen oder Künstler oder das Museum
    Auch Themenschwerpunkte sind möglich
  • Angebote
    Exklusive Angebote für die Whatsapp-Abonnenten wie Rabatte oder Freikarten
  • Interaktionen
    Q&A mit Kuratoren, Künstlern

Wie oft sollte man den Whatsapp-Kanal bespielen?

Mehr als ein, zwei Nachrichten am Tag sollten es nicht sein. Sonst schalten die Nutzer am Ende den Kanal stumm – und das wäre ja nun nicht das Ziel der Kultureinrichtung.

Wie verwalte ich die ganzen Abonnenten?
Es gibt mittlerweile zahlreiche Firmen, die über eine eigens entwickelte Software die vielen Abonnenten des eigenen Kanals betreut. Man kann aber auch selbst die Betreuung übernehmen – das kann aber zusätzliche Ressourcen beanspruchen

Was muss ich beim Datenschutz beachten?
Bisher läuft es folgendermaßen ab: Der Nutzer speichert die Nummer der Kultureinrichtung auf seinem Smartphone und sendet anschließend eine Nachricht, üblicherweise „Start“. Die Kultureinrichtig verschickt eine automatische Nachricht an den neuen user mit allen Informationen – auch zum Datenschutz. Will der User das Abonnement beenden, sendet er „Stopp“. Nun muss die Kultureinrichtung die Nummer des Users löschen. Ale bisher gespeicherten Daten zwischen User und Kultureinrichtung werden natürlich gelöscht.

Wie erhalte ich die Abonnenten?
Den neuen Whatsapp-Kanal sollte man natürlich auf der eigenen Website sowie in den sozialen Medien promoten. Und natürlich offline.

Gibt es Beispiele in Sachen Whatsapp Marketing?
Unzählige: Mittlerweile nutzen zahlreiche Nachrichtensender, Marken sowie Verbände Whatsapp als Marketingtool. Besonders interessant ist zum Beispiel das Projekt des BR über Kurt Eisner. Hier gibt es mehr Informationen.

Hat die Nutzung von Whatsapp als Marketinginstrument auch Nachteile?
Auch der Messenger-Dienst gerät in letzter Zeit immer häufiger in die Kritik. So war die Rolle von Whatsapp bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien äußerst umstritten. Whatsapp ist Teil von Facebook Inc. Nicht eindeutig geklärt ist beispielsweise der Austausch von Daten von Usern zwischen Whatsapp und Facebook. Letzten Endes ist es also auch eine ethische Frage, ob man den Dienst nutzt. Fakt ist aber auch: Das Thema Messenger Marketing nimmt immer mehr an Fahrt auf. 2019 werden viele Kultureinrichtungen ihre Marketingaktivitäten auf Whatsapp und den Facebook Messenger intensivieren. Wer auf einen (oder beiden Messengern) nicht frühzeitig aktiv ist, verliert womöglich den Anschluss. Denn Tatsache ist auch: die Facebook-Seite wird an Relevanz verlieren.

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