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Schauspieler*innen auf Facebook & Co. – Tipps & Tricks

Für Schauspieler/Schauspielerin ist Facebook immer noch die Nummer 1, wenn es daraum geht, die eigene Person zu vermarkten. Doch eine sinkende Reichweite und ein neuer Newsfeed-Algorithmus machen es den Schauspielern/Schauspielerinnen immer schwerer, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ob Facebook für Schauspieler/Schauspielerin daher 2018 noch aktuell ist, liest du hier:

Wer als Schauspieler/Schauspielerin im Jahr 2018 medial auffallen will, braucht eine Präsenz auf den entsprechenden Plattformen. Anders ausgedrückt: Als Schauspieler/Schauspielerin musst du da für dich werben, wo deine Zielgruppe ist. Bis vor wenigen Jahren hieß diese Plattform noch Facebook. Doch Veränderungen innerhalb des Newsfeed-Algorithmus sowie eine neue Strategie – angestoßen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg – haben diese Aussage revidiert. Denn seit fast einem Jahr bemerken Inhaber von Facebook-Seiten gravierende Einbußen bei der Reichweite, der Interaktionen (Kommentare, Likes oder Shares) und der Entwicklung der Fanzahlen. Viele Seitenbetreiber wie eben Schauspieler und Schauspielerinnen fragen sich daher: Ist Facebook noch die richtige Plattform, um für mich als Person zu werben?

Facebook für Schauspieler*innen – 2018 noch aktuell?

Seit 2004 gibt es Facebook, seit 2008 kann die soziale Plattform auch in Deutschland genutzt werden. Obwohl die Facebook-Seite erst Jahre später entwickelt wurde, tummelten sich bereits kurz nach dem deutschen Start von Facebook die ersten Schauspieler/Schauspielerinnen auf der Plattform. Denn kostenlos konnten Schauspieler/Schauspielerin auf Facebook Werbung für neue Filme machen oder die zahlreichen Fans mit privaten Einblicken oder persönlichen News auf den Laufenden halten.

Und spätestens mit der Einführung der Facebook-Seite wurde die Selbstvermarktung für Schauspieler/Schauspielerin auf Facebook professionalisiert. Mithilfe der Daten der User – die Facebook bereit stellte – konnten die Seitenbetreiber genau analysieren, welche Post zu welcher Uhrzeit und welchem Tag am besten bei den Fans ankamen. Die kostenlose Reichweite sorgte für mehr Aufmerksamkeit – besonders bei Schauspielern/Schauspielerinnen, die sonst keinen teuren PR-Apparat nutzen können. Jeder konnte Eigen-PR machen – und Facebook sorgte für die gewünschte Zielgruppe.

Aber das Nutzungsverhalten der User hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Zudem wurde Facebook in den vergangenen Jahren immer wieder für seine undurchsichtige Datenethik gerügt. Nicht zuletzt wegen der Ereignisse um die US-Wahl um Trump 2016 wurde der Ruf nach Veränderungen laut. Facebook musste einsehen, dass die Facebook-Seiten eine ungeheure Macht bekommen haben und sie sich immer schwerer kontrollieren ließen. Zudem stieg die Anzahl der Facebook-Seiten rasant an – zwischen 2015 und 2017 um 20% allein in Deutschland. Die User wurden mit Meldungen von Facebook-Seiten geradezu überschüttet. Für die Seitenbetreiber, bzw. die Schauspieler/Schauspielerinnen hatte das folgende Auswirkungen:

• Die Reichweit der Beiträge sank von Monat zu Monat
• Einige Inhalte wurden immer weniger geteilt geschweige denn gesehen
• Die Ausgaben für bezahlte Beiträge stiegen
• Die aufgewendete Zeit für die Eigen-PR wurde immer größer

Am Ende – besonders zum Jahreswechsel 2017/2018 – fragten sich viele Schauspieler/Schauspielerinnen: ist Facebook für mich noch aktuell und relevant? Brauche ich unbedingt eine Seite und unterstützt sie mich noch bei meiner Selbstvermarktung? Denn längst haben sich auch andere Plattformen als lukrativ für die eigene Selbstvermarktung herausgestellt. Für viele stellte sich daher verstärkt die Frage: Welche andere Plattform außer Facebook brauche ich als Schauspieler/Schauspielerin?

Welche anderen Plattformen außer Facebook brauchen Schauspieler/Schauspielerinnen?

Neben Facebook haben sich in den vergangenen Jahren eine Menge anderer Plattformen und Apps etabliert. Die vier wichtigsten wollen wir euch kurz vorstellen:

Twitter für Schauspieler*innen: Vor- und Nachteile

Der Mircoblogging-Dienst Twitter gibt es seit 2009 und hat sich vor allem für Journalisten, Politiker und PR-Profis als wirksames Tool bewährt. Warum auch Schauspieler/Schauspielerinnen Twitter nutzen sollten:

• Schneller Kontakt zu Fans, Produzenten und den Medien
• Wenig Konkurrenz durch andere Schauspieler/Schauspielerinnen
• Kostenlose Reichweite
• Effektive Möglichkeit, um neue Projekte zu promoten

An dieser Stelle müssen natürlich auch einige Nachteile erwähnt werden. So sind bisher nur wenig deutsche Schauspieler/Schauspielerinnen auf Twitter vertreten sind und vor allem die Mitgliederzahl eher gering ausfällt. Hier eine kleine Auswahl an Schauspieler/Schauspielerinnen, die auf Twitter vertreten sind:

• Jan-Josef Liefers
• Christian Ulmen
• Matthias Matschke
• Bastian Pastewka

Darum sollten Schauspieler*innen auf Instagram vertreten sein

Instagram gehört seit 2016 zum Facebook-Imperium und hat sich neben den Fotografen vor allem für junge Schauspieler/Schauspielerinnen als einer der wichtigsten Plattformen für die Selbstvermarktung entwickelt. Für Schauspieler/Schauspielerin ist diese Social-Media-Plattform Pflicht. Doch die Nähe zu Facebook könnte langfristig zu selben Problemen wie beim Mutterkonzern führen: sinkende Reichweite, mehr bezahlte Beiträge und mehr Zeitaufwand für hochwertige Inhalte. Experten sagen der Plattform Instagram daher ähnliche Probleme voraus wie Facebook. Bis es aber so weit ist, sollten Schauspieler/Schauspieler neben Facebook auch auf Instagram mit einem Account vertreten sein und diesen Kanal regelmäßig bespielen.

Snapchat – Schauspieler*innen und die junge Zielgruppe

Die App mit dem Geist ist vor allem unter Jugendlichen sehr beliebt. Deutsche Schauspieler/Schauspielerin sieht man auf der von Evan Spiegel gegründeten App eher selten. Das mag u. a. auch daran liegen, dass die Userzahlen App seit Jahren kaum noch steigen und Schauspieler/Schauspielerin auf Facebook eher die vorhandene Zielgruppe identifiziert haben. Es macht daher wenig Sinn, diese App zu nutzen.

YouTube für Schauspieler*innen – die große Unbekannte

YouTube ist bis heute ein Phänomen. Bei Jugendlichen ist die Video-Plattform fast so beliebt wie Facebook und zahlreiche Influencer haben Ihre Karriere auf YouTube gestartet. Doch Schauspieler/Schauspielerin sind auf der Plattform eher spärlich vertreten. Das hat unterschiedliche Gründe:

• Videos bieten keinen relevanten Mehrwert gegenüber kurzen Videos auf Facebook oder Instagram
• Die User schauen eher Tutorials oder Folgen von eigenproduzierten Shows
• Der Aufwand für die Produktion kleiner Videospots ist relativ hoch

Auf YouTube wird der Content anders konsumiert als auf Facebook oder Instagram. Kurze Stories, wie sie Schauspieler/Schauspielerin auf Facebook oder Instagram erstellen können, würden auf Youtube keinen Sinn machen. Warum den gleichen Inhalt auch doppelt verbreiten? Für Schauspieler/Schauspielerinnen lohnt sich YouTube nur dann, wenn sie eigene Projekte (Kurzfilme) oder den eigenen Showreel vermarkten wollen.

Das solltest du wissen, wenn du als Schauspieler/Schauspielerin Facebook & Co nutztBild: samule sun / unsplash
Facebook für Schauspieler/Schauspielerinnen – Tipps für ein effektives Selbstmarketing

Die Frage, die am Ende relevant ist, lautet: Ist Facebook für Schauspieler/Schauspielerinnen noch ein effektiver Kanal in Sachen Selbstvermarktung? Antwort: Die eigene Facebook-Seite wird 2018 und darüber hinaus nicht mehr relevant sein – außer man hat 200.000 Fans oder mehr. Doch die meisten Schauspieler/Schauspieler haben auf Facebook teilweise nur 3-stellige Fanzahlen. Für sie macht eine Facebook-Seite aus Marketing-strategischen Gründen keinen Sinn mehr. Diese Personen sollten sich verstärkt auf andere Plattformen konzentrieren und ein Tool wieder verstärkt in den Fokus der eigenen Vermarktung setzen: die eigene Website.

Uns würde interessieren? Wie sind deine Erfahrungen als Schauspieler/Schauspielerin auf Facebook? Überlegst du, deine Seite zu löschen? Welche Plattformen nutzt du für deine Selbstvermarktung? Schreibe uns einen Kommentar – wir sind gespannt auf deine Meinung zu diesem Thema.

Titelbild: tim bennett / unsplash

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