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Facebook-Gruppen für Kultureinrichtungen

Mit Facebook-Gruppen können Kultureinrichtungen die Bindung zu Besuchern und kulturinteressierten Usern stärken. Warum eine Gruppe auf Facebook Sinn macht:

Nicht nur Nachrichtenseiten oder Unternehmen spüren auf ihren Facebook-Seiten die Auswirkungen des neuen Newsfeed-Algorithmus – auch  Museen, Theaterhäuser oder andere kulturelle Einrichtungen registrieren den sichtbaren Rückgang der organischen Reichweite. Viele Social-Media-Verantwortliche fragen sich daher immer öfter, wie sie ihre Besucher und kulturinteressierten User noch erreichen und an die eigene Facebook-Seite sowie Kultureinrichtung binden und informieren können. Die Lösung könnten u. a. geschlossene Facebook-Gruppen sein. Über die Vorteile einer Facebook-Gruppe für Kultureinrichtungen soll es in diesem Artikel gehen.

Wenn die Postings der eigenen Facebook-Seite eine immer geringere organische Reichweite erzielen, sollten sich Verantwortliche fragen, wie sie Besucher und Kulturinteressierte besser an die eigene Einrichtung binden können. Eine sehr gute Option kann eine eigene Facebook-Gruppe sein. Sie ist schnell erstellt, kostenlos und kann mit der eigenen Facebook-Seite verknüpft werden.  Wichtig: Die Facebook-Gruppe sollte geschlossen sein – sprich Nicht-Mitglieder können keine Beiträge sehen. So wird der Status der Exklusivität verstärkt. Darüber hinaus gibt es noch eine Menge anderer Gründe, die für eine eigene geschlossene Facebook-Gruppe sprechen.

Aufbau einer Community für die Kultureinrichtung

Mit einer eigenen Facebook-Gruppe können die Verantwortlichen eine Community aufbauen, die sich mit eigenen Beiträgen einbringt und Angebote der Kultureinrichtung diskutieren kann. Zwischen der Kultureinrichtung und den Gruppenmitgliedern findet ein ungefilterter Austausch statt und gleichzeitig kann die Loyalität zur Kultureinrichtung verstärkt werden.

Engere Beziehung zwischen Besucher und Einrichtung

Durch diese enge Beziehung entstehen neue Partnerschaften und Angebote können exklusiv mit den Gruppenmitgliedern diskutiert werden. Diese Aktionen sprechen sich eventuell auch offline herum und die Kultureinrichtungen stärkt sein Image in der digitalen sowie analogen Welt. Eine engere Bindung zwischen beiden Parteien hilft womöglich, die Besucherzahlen langfristig zu erhöhen.

Höhere organische Reichweite der Beiträge

Studien sowie Analysen haben gezeigt, dass Gruppenbeiträge im Durchschnitt öfter gelesen werden als Postings der Facebook-Seite. Neue Beiträge wie Ausstellungsinformationen, Pressehinweise oder andere Aktionen der Kultureinrichtung werden so öfter gelesen.

Besserer Austausch mit den Besuchern

In der geschlossenen Gruppen bietet sich die Option an, dass die Verantwortlichen Fragen und Anregungen der Besucher/Gruppenmitglieder beantworten. So können Umfragen zu aktuellen oder geplanten Ausstellungen oder Aktionen erstellt und Meinungen gezielter abgefragt werden. Da alle Mitglieder freiwillig in dieser Gruppe sind, steigt automatisch auch die Zahl der Teilnehmer bei solchen Umfragen. Dadurch wird ein enger Austausch zwischen beiden Parteien gewährleistet. Durch diesen Austausch erhalten die Verantwortlichen wichtige Insights darüber, was die Besucher/Gruppenmitglieder interessiert. Aus den Diskussionen können neue Angebote entstehen, die langfristig mehr Besucher anlocken.

Mehr Informationen über die Besucher

Dank der Insights können die Admins der Gruppe wichtige Informationen über die Gruppenmitglieder sammeln. Diese soziografischen Daten helfen – bei ausreichender Datenlage – ,neue Aktionen oder Angebote zu erstellen. Je mehr die Admins der Gruppe über die Gruppenmitglieder wissen desto besser können sie maßgeschneiderte Beiträge erstellen.

Knotenpunkt für die eigene Website

Innerhalb der Gruppe können die Verantwortlichen Links zur eigenen Website einbauen und diese später auswerten: wer klickt welche Links an und warum? Auch diese Daten fließen letztendlich bei der Optimierung der Social-Media-Strategie mit ein. Die geschlossene Gruppe kann also nicht nur als Diskussionsgruppe, sondern auch als wichtiger Knotenpunkt für das Marketing dienen.

Fazit

Eine eigene geschlossene Gruppe auf Facebook kann sowohl den Dialog zwischen Besuchern/Usern und der Kultureinrichtung verstärken, als auch neue Ideen oder Aktionen hervorbringen und ein Knotenpunkt für das digitale Marketing sein. Wichtig dabei ist, dass man die Gruppenmitglieder jederzeit „betreut“ und ernst nimmt. Entwickelt sich die Gruppe zu einer reinen Werbegruppe mit viel zu vielen Ankündigungen, Pressemeldungen und Links zur Website, verliert die mühsam aufgebaute Gruppe bald ein Großteil seiner Mitglieder. Zusammengefasst bietet eine Facebook-Gruppe folgende Vorteile:

  • Enge Bindung zu den Besuchern oder Kulturinteressierten
  • Exklusivität
  • Bessere Reichweite
  • Wertvolle Insights zu den Gruppenmitgliedern
  • Knotenpunkt für das Marketing

Die eigene Facebook-Gruppe entsteht jedoch nicht über Nacht. Der Aufbau sollte als langfristiges Ziel erfolgen. Tipp: Schaffe Anreize und belohne die Gruppenmitglieder in regelmäßigen Abständen mit exklusiven Führungen, Rabatten oder anderen Aktionen – das spricht sich schnell herum und die Gruppe wächst automatisch.

Hast du als Social-Media-Verantwortlicher bereits über den Aufbau einer Facebook-Gruppe nachgedacht oder planst bereits die ersten Schritte? Ich würde mich über einen Informationsaustausch zu diesem Thema sehr freuen. Schreibe mir gern eine E-Mail.

Hinweis: Dieser Artikel wird laufend ergänzt und überarbeitet.

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