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Die Facebook-Gruppe für die Kultureinrichtung

Fast jedes Theater, jedes Museum oder jede andere Kultureinrichtung verfügt mittlerweile über eine eigene Facebook-Seite. Das Ziel ist dabei immer das gleiche: Über diese Seite soll auf das Angebot der Kultureinrichtung aufmerksam gemacht und die Bekanntheit der Institution erhöht werden. Zugleich sollen die User mittels Kommentare mit der Kultureinrichtung ins Gespräch kommen und so die digitale Kommunikation zwischen beiden Parteien stärken. Was aber oft fehlt ist ein weiteres Tool, mit deren Hilfe die Kommunikation zwischen Kultureinrichtung und User optimiert und ausgebaut werden kann. Die Rede ist von der Facebook-Gruppe.

Seit Facebook die Gruppenfunktion Anfang 2018 aufgewertet hat, eignet sie sich hervorragend, um die Öffentlichkeitsarbeit sowie das digitale Marketing der Kultureinrichtung zu stärken. Doch warum ist eine eigene Facebook-Gruppe für Theater, Museen und Co. so interessant? Aus folgenden Gründen:

Gruppen-Insights
Ähnlich wie auf der eigenen Facebook-Seite kann auch die Facebook-Gruppe ausgewertet werden. Möglich sind u. a. die Auswertung der Gruppenbeiträge, sowie die der Gruppenmitglieder – also Alter, Geschlecht oder Wohnort. Und ich gehe fest davon aus, dass der Umfang der Gruppeninsights weiter wachsen wird.

Engere Bindung sowie Kommunikation mit den Besuchern
Mit der eigenen Facebook-Gruppe können Kulturinstitutionen effektive Marktforschung betreiben und die Gruppenmitglieder nach bestehenden Angeboten, Ausstellungen oder Aufführungen befragen. Durch den Charakter eines Forums interagieren die Mitglieder ganz anders als auf der öffentlichen Facebook-Seite. Die Dialoge sind in Gruppen teils privater, ehrlicher und erkenntnisreicher als anderswo.

Gleichzeitig kann die Kultureinrichtung in der Gruppe neue Ideen testen und die Gruppe bei Entscheidungen miteinbeziehen. Die Gruppenmitglieder bauen dadurch eine viel engere Bindung zur Kultureinrichtung auf und werden so zu treuen Fans.

Plattform für tiefergehende Diskussionen
Eine Ausstellung oder ein neues Stück rufen oft unterschiedliche Reaktionen hervor. In der Gruppe können die Mitglieder offen darüber sprechen und Feedback geben sowie mit anderen Mitgliedern über Theateraufführungen oder Ausstellungen diskutieren. Die so gewonnenen Eindrücke lassen sich für spätere Projekte eventuell sogar umsetzen. Wichtig ist hier vor allem: zuhören!

Doch die Verwaltung einer Facebook-Gruppe bedeutet auch viel Arbeit. Denn je nach Gruppengröße können schnell mehrere Beiträge pro Tag entstehen, die der verantwortliche Admin überwachen muss, um bei Bedarf schnell eingreifen zu können. Zudem sollte er schnell auf Fragen der Gruppenmitglieder reagieren und für eine faire Diskussionskultur sorgen.

Doch bevor die Gruppe erstellt werden soll, sollten die Verantwortlichen zunächst ein paar Dinge klären:

• Was ist das Ziel der Facebook-Gruppe?

• Wie viel Zeit soll in diese Gruppe investiert werden?

• Wer soll diese Gruppe verwalten?

• Wie aktiv soll sich die Kultureinrichtung in der Gruppe einbringen?

Sind diese Fragen geklärt, sollte auch ein Regelhandbuch erstellt werden, um Gruppenmitglieder darauf hinzuweisen, was in der Gruppe erlaubt ist und was nicht.

Anschließend kann die Einrichtung der Gruppe beginnen. Dafür sind nur wenige Schritte nötig:

1. Links im Reiter auf der Facebook-Seite auf „Gruppen“ klicken
2. Auf „Gruppe erstellen“ klicken
3. Gruppe benennen und Personen hinzufügen (Vorsicht, am Anfang lieber nur Personen hinzufügen, wenn diese damit einverstanden sind)
4. Privatsphäre auswählen, Tipp: Geschlossene Gruppe
5. Fertig!

Jetzt heißt es, fleißig Werbung für die neue Facebook-Gruppe zu machen und aktiv in der Gruppe mitzuarbeiten, damit sie langfristig den gewünschten Erfolg bringt.

Fazit: Facebook sollte nicht nur die Plattform sein, um Beiträge zu posten und auf neue Ausstellungen oder Aufführungen aufmerksam zu machen. Das Unternehmen aus Menlo Park betont immer öfter, dass die Interaktion zwischen Usern von großer Bedeutung ist. Dass Facebook also die Gruppe so viel mehr Gewichtung schenkt, ist daher umso logischer. Die Plattform und insbesondere die Gruppenfunktion eignet sich daher sehr gut für Kultureinrichtungen, um mit der Zielgruppe sowie Besuchern zu kommunizieren und die wechselseitige Beziehung zu stärken.

Mich würde an dieser Stelle interessieren: Kennt ihr eine Kultureinrichtung, die bereits eine Facebook-Gruppe besitzt?

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